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Es ist Nacht. Das Dorf liegt still zwischen dem großen dunklen Wald und den Feldern, alles ist ruhig und dunkel. Selbst Seblons Gasthaus ist geschlossen, da es zu dieser Urzeit niemanden mehr gibt, der Elfenwein oder sonstige alkoholische Getränke zu sich nehmen will. Eine Gestalt huscht durch die Nacht, gut verborgen von den dunklen Schatten des Wohnviertels. Leise trappeln die Schritte über die Pflastersteine, ehe der junge Mann am Brunnen halt macht.
Eine weitere Gestalt erscheint aus dem Wohnviertel, nur knapp ein Dutzend Herzschläge später. Auch sie huscht zwischen den Schatten umher, ehe sie sich auf den Weg zum Brunnen macht. Ein wenig ausser Atem kommt sie schliesslich dort an, steht nun genau vor der ersten Person. Ihr Blick ist erwartungsvoll, nur der Mond erhellt ihre blasse Haut und die rötlich-blonden Haare, die ihr in Fransen ins Gesicht fallen. Sie zittert leicht ob der nächtlichen Kälte.
Dunkle Seele Liam horcht auf, als er die Schritte hört. Sein Blick wandert dorthin, wo er eben erschienen war und... ja, da war sie auch schon. Als sie endlich vor ihm steht legt er vorsichtig einen Finger auf ihre Lippen. Dort hatten seine Finger noch nie gelegen, und doch war er so vertraut mit dem Mädchen, das nun keuchend vor ihm stand. Pshhhht... flüstert er, nimmt die Finger wieder von ihren Lippen, obwohl er eigentlich gar nicht will. Wir wollen doch niemanden aufwecken...
Gänsehaut bildet sich auf ihren Armen, als er ihr Gesicht berührt und leise zu ihr spricht. Sie nickt nur, um ihm zu zeigen, dass sie ihn verstanden hat. Aber wieso musste er sie hier nachts treffen? Konnte er nicht tagsüber mit ihr sprechen. Oder... und ihr Herz setzt kurz einen Schlag aus... konnte er das, was heute Abend hier passieren würde nicht vor den Leuten tun, die tagsüber hier auf diesem Platz waren?
Dunkle Seele Liam lässt seine Hand vorsichtig über ihre streifen, hällt sie dann fest in seiner umschlossen. Sie frohr ja... naja, wohl so eine Sache mit Frauen, ständig frohren sie... Er zieht sie zu sich heran, setzt sie auf seinen Schoß um sie zu wärmen, geniesst die Nähe zu ihr.
Sternenpriesterin Kiara seufzt wohlig, als er sie auf seinen Schoß zieht und seine Wärme spüren lässt. Er kochte ja förmlich... nicht, dass er ein Fieber bekam oder so... Und was sollte das hier jetzt eigentlich werden? Mitten in der Nacht auf dem Dorfplatz... was, wenn sie jemand entdeckte. Es passierte schliesslich des Öfteren mal, dass Paare, die nachts im Dorf herumstromerten und sich körperlichen Dingen hingaben vor Gericht gestellt wurden. Nein, solche Dinge wurden in diesem Dorf nicht geduldet!! Sie erzittert nur beim Gedanken daran. Und ausserdem war es Götterwidrig, sich solchen Dingen vor der Ehe zu widmen! Aber wohin ihre Gedanken nur schweiften... sie hatten sich noch nicht einmal geküsst... und überhaupt, es stand ja noch zur Frage, ob er wirklich mehr von ihr wollte, als "nur" befreundet zu sein... Sie wendet ihm den Kopf zu, einen fragenden Ausdruck im Gesicht.

Dunkle Seele Liam lacht leise, als er ihren Gesichtsausdruck liest. Was sie wohl gerade gedacht hatte? Zu gerne würde er ihre Gedanken lesen. Aber wie meistens, so blieb es ihm auch diesmal verwährt. Was hast du denn? fragt er sie stattdessen, wartet gespannt auf eine Antwort. Hoffentlich würde sie nicht aufstehen wollen... ihr frisch gewaschenes Haar roch sooo gut...
Sternenpriesterin Kiara muss dann plötzlich Grinsen. Ich frage mich... was wir hier machen... flüstert sie ihm leise zu. Ich meine... ich finde es schön und alles... aber wieso nachts und wieso auf dem Dorfplatz? Können wir uns nicht an einem wärmeren Ort treffen?
Dunkle Seele Liam runzelt die Stirn. Und wo? Bei deinem Vater zu Hause? Oder vielleicht in dem kleinen Baumhaus, welches du damals als Kind hattest? Wieder lacht er leise, dann schüttelt er den Kopf Nein, ich wollte dich bei Mondschein betrachten, denn nur bei Mondschein, so sagt eine alte Volkssage, findet man heraus, ob eine Frau die richtige fürs Leben ist. Hatte er jetzt zu viel gesagt? Was, wenn sie nicht so dachte wie er...? Aber... wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So hatte sein Vater immer gesagt.
Die... die... WAS? stottert die junge Frau. Das war das eigenartigste, was sie je gehört hatte... Du fragst dich, ob ich die richtige bin? Sie ist jetzt hellwach, die Augen weit geöffnet auf ihn gerichtet, der Mond spiegelt sich perfekt in ihnen wider.
Dunkle Seele Liam versucht, ruhig zu bleiben. Er nickt langsam. Ja... seit wir uns kennen gelernt haben... seit ich dich zum ersten Mal sah... damals, in Satu Mare. Ich wusste, dass an dir irgendetwas besonderes ist und ich musste dich kennen lernen... weisst du noch? Eigentlich war es die dümmste Anmache seit Menschengedenken gewesen. Er hatte eines der Tiere, die er immerzu irgendwo verletzt fand, mit nach Hause nahm und aufpeppelte, zu ihr geschickt. Leider hatte sich das Tier, ein kleines Eichhörnchen, welches zwar schlau und flink, nicht aber sehr taktvoll war, genau auf ihren Kopf fallen lassen und sie somit ziemlich erschreckt. Er hatte sich bei ihr entschuldigt und sie hatten ein paar Worte gewechselt. Dann hatten sie sich erst mehrere Tage später wieder gesehen. Er hatte seit der ersten Begegnung nicht mehr an etwas anderes denken können und ständig gehofft, sie irgendwo wieder zu treffen, aber da die Priestergilde ihren Novitzen nur selten Ausgang gewährte war zwischen
dem ersten Treffen und dem Wiedersehen eine ganze Weile vergangen.
Sternenpriesterin Kiara nickt. Ja, ich... erinnere mich... Sie war damals ziemlich sauer gewesen, dass er -oder besser gesagt das Eichhörnchen- sie so erschreckt hatte. Sie hatte seine Entschuldigung entgegen genommen und war gegangen. Aber Männer wollten die Frauen doch schliesslich erobern, oder nicht? Und... was meinst du?
Dunkle Seele Liam fährt ihr vorsichtig mit einer Hand über die Haare. Die Frage ist, was du denkst... Glaubst du wirklich, ich bin nur mit hier her gekommen, um meine Abenteuerlust zu stillen? Nein, es steckte viel mehr dahinter. Er hatte ihre Nähe gesucht. Wenn er ihr Freund, ihr Vertrauter hatte werden können, wieso dann alles überstürzen? Er hatte genau auf diesen Moment gewartet, damit alles perfekt war, damit sie sich immer an diesen Augenblick würde erinnern können. Frauen wollten doch Romantik, oder nicht?
Sternenpriesterin Kiara schluckt. Sie weiss nicht, was sie antworten soll. Am Liebsten würde sie es herausschreien: Ja, ich finde wir passen perfekt zu einander und sollten für immer zusammen bleiben!! Aber genau das traut sie sich nicht, will diesen wunderbaren Moment nicht mit sowas kaput machen. Sie schmiegt ihr Gesicht an seine Hand und nickt einfach nur.
Verstehe nur einer diese Frauen... Wieder muss Liam lachen, als er sie nicken sieht. Du bist ganz schön kompliziert, weisst du das? meint er mit einem Grinsen. Nun gut... wenn das also geklärt ist... dann sollte ich mir hier schnellstmöglich eine vernünftige Arbeit suchen und uns ein Haus bauen. Ich könnte einen Tierladen aufmachen... wenn ich die Genehmigung dazu bekomme. Jeder braucht Tiere und ich... habe nunmal ein Händchen dafür. Was meinst du? Er blickt sie an und seine Augen versinken in ihren. Für einen Moment ist alles still.
Sternenpriesterin Kiara legt einen Finger auf seine Lippen, genau wie er es vorher bei ihr tat. Immer mit der Ruhe und eines nach dem anderen... und einen Schritt haben wir vergessen, hm? Und dann liegen ihre Lippen auf seinen, ein zarter Kuss wird ausgetauscht, ehe sie sich wieder von ihm löst. So, was wolltest du jetzt?
Dunkle Seele Liam schüttelt jedoch nur den Kopf und fängt ihre Lippen wieder ein. Nichts.... murmelt er zwischen zwei Küssen...
RUHE DA UNTEN!!! ertönt es plötzlich aus einem der Häuser und die beiden Gestalten zucken zusammen. KANN MAN DENN HIER KEINE NACHT DURCHSCHLAFEN? GEHT INS BETT IHR ELENDEN NACHTSCHWÄRMER!! Dann klappt jemand ein Fenster zu und es ist wieder still.
Sternenpriesterin Kiara kichert und schmiegt sich enger an Liam. Du... wir sollten wo anders hingehen, meinst du nicht?
Dunkle Seele Liam nickt. Ja, bevor wir noch jemandem den Schlaf rauben... komm, lass uns gehen... Sanft schiebt er sie von seinem Schoß, nimmt ihre Hand fest in seine und zieht sie mit sich, fort in die Dunkelheit, bis aus der ferne nur noch ein leises Kichern zu vernehmen ist.

23.7.08 21:32
 


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