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Liam Delaunay


 

9. Juni 39
Mein erster Tag in diesem Dorf. Noch immer kann ich die Bilder, welche in meinem Kopf hausen, nicht los werden. Ich musste weg von dort, doch ich bedauere, dass ich meine ehemalige Familie nicht einmal begraben kann. Niedergemetzelt, doch nicht von mir, nein. Ich hätte nie eine Hand an das Schwert gelegt um jemanden zu töten, der sich fast mein Leben lang um mich gekümmert hatte.
Ich erinnere mich noch als sei es heute. Ich war sehr jung, vielleicht gerade 4 Jahre alt, als er mich von der Straße mit nach Hause nahm. Er fragte mich, wie mein Name lautet, doch ich wusste es nicht. "Such dir einen Namen aus..." forderte er mich dann auf. Liam... so würde ich fortan heissen. Er fragte mich, ob ich bei ihm wohnen wolle, ein Teil seines Hauses werden... Natürlich wollte ich!! Und so lernte ich von ihm, das zu werden, was ich bin.

19. Juli 39
Mein Gold geht mir aus. Ich hatte ein wenig Gold bei mir, als ich von meiner alten Heimat floh. Doch nun ist alles ausgegeben. Schliesslich muss ich essen und auch irgendwo schlafen. Die Schenke ist teuer und dreckig. Seit Tagen habe ich kein Bad mehr nehmen können und auch der Hunger quält mich jetzt mehr als zuvor.
Ich werde mir irgendwo etwas suchen müssen....

20. Juli 39
Ich habe einen Strauch im Garten gefunden. Er trägt wunderbare dunkelrote Früchte, die zum anbeissen aussehen. Langsam strecke ich die Hand aus, nehme eine Beere, noch eine, noch eine... bis ich eine ganze Hand voll in meiner Hand halte. Eilig stopfe ich sie in meinen Mund, ich bin wirklich hungrig. Beeren machen nicht sehr satt, doch irgendwie muss ich ja etwas in meinen Magen bekommen. Mir ist schon leicht schlecht gewesen... Da, ein Geräusch hinter mir! Ich wirble herrum, der Saft der Beeren tropft von meinem Kinn. Erwischt! Ich zucke zusammen. Würde sie mich an die Wachen verpfeifen? Doch sie lächelt nur, anscheinend findet sie es urkomisch, dass sie mich so erwischt hat.

21. Juli 39
Sie hat mich mitgenommen. Nun bin ich bei ihr zu Hause. Ich bekam ein Bad, frische Kleider und etwas zu Essen. Sie erzählte mir, dass sie viele Brüder hat, die alle älter als sie selbst sind. Vielleicht kann ich ihr ja ein wenig bei der Hausarbeit helfen, um Essen zu bekommen...

22. Juli 39
Sie will mir ihre Familie vorstellen. Nor, eigentlich Noreen, so heisst das Mädchen, welches mich bei sich aufnahm und pflegte. Ich bin aufgeregt, denn sie meint, ihre Familie würde sich sicher um mich kümmern.

30. Juli 39
Es hat eine Weile gedauert, bis ich die Familie endlich kennen lernen konnte, doch jetzt ist es umso schöner. Ich habe ein Zimmer im Haus bekommen, darf die Hausherrin und ihren Mann "Mutter" und "Vater" nennen. Es fällt mir schwer, sie so zu nennen, denn der Verlust meiner Ziehfamilie und vor allem meiner kleinen Schwester schmerzt mich immer noch sehr.

5. August 39
Ich habe ein Mädchen kennen gelernt. Ihr Name ist Karra und ich traf sie im Garten. Sie gefällt mir sehr mit ihrer unbeschwerten Art und ihrer Lebensfreude. Ich hoffe, dass ich sie wiedertreffen werde.

6. August 39
Ich habe die ganze Zeit im Garten auf sie gewartet und meine Mühe wurde belohnt! Sie kam wieder und wir haben uns eine Weile unterhalten und sind im Garten spazieren gegangen. Sie hat mir viel von sich erzählt und ich habe ihr meine Lebensgeschichte preis gegeben. Das Lied, welches ich gestern summte, scheint ihr gefallen zu haben. Ich sang es ihr noch einmal vor, so dass sie es sich besser behalten kann. Ich mag es, wenn sie die Töne leise vor sich her summt.

7. August 39
Gestern Abend habe ich sie zum Essen eingeladen. Ein richtig schönes Candellight Dinner, leider nur in der Schenke, aber einen anderen Ort, an welchem man ungestört zu Abend essen kann, gibt es leider nicht. Wir aßen Wildschwein und tranken Wein, unterhielten uns über alle möglichen Dinge... Es war ein sehr schöner Abend!
Ich habe ihr versprochen, dass ich ihr einen Ort zum Schlafen besorgen würde, damit sie nicht in den Feldern ruhen muss.

12. August 39
Ich habe einen Schlüssel für sie im Haus meiner neuen Familie organisiert. Sie hat nun eine eigene Kammer, in welcher sie schlafen kann. Ich freue mich, dass wir nun unter dem selben Dach wohnen können.

19. August 39
Ich werde mir wohl bald eine Arbeit suchen müssen, denn meiner neuen Familie möchte ich nicht immer zur Last fallen.

30. August 39
Ich habe mich an einen Ritterorden gewand. Vielleicht kann man mir hier helfen, eine rechtmäßige Arbeit zu finden. Die Nonne, mit der ich sprach, gab mir ein Bett in einem Zimmer mit 10 anderen Jungen, die allesamt zu Knappen ausgebildet werden. Vielleicht habe ich ja Glück und werde irgendwann auch einmal von jemandem ausgewählt.

5. September 39
Das Leben hier ist hart. Wir müssen um 5 Uhr morgends aufstehen und den Stall ausmisten. Danach bekommen wir ein karges Frühstück und danach folgen die Trainingsstunden. Wir trainieren mit Holzschwertern. Die meisten der Jungen sind ziemlich schlecht im Schwertkampf. Aber was rede ich denn? Ich wurde von klein auf in dieser Kampfart unterrichtet... kein Wunder, dass die anderen Bengel keine Ahnung davon haben, sie haben ja gerade erst angefangen zu trainieren...

20. September 39
Ich sollte im Schwertkamp gegen einen anderen Jungen antreten, damit unser Meister sehen kann, was ich so drauf habe. Ich kenne den Namen des Jungen nicht, aber er kommt aus einem anderen Zimmer als ich, weshalb das nicht sehr verwunderlich ist. Er hat rabenschwarze Haare und eine sehr dunkle Hautfarbe. Er kämpft sehr gut, doch war es eigentlich von Anfang an klar, dass ich gewinnen würde.
Ich bin nicht eitel, aber im Schwertkampf kann mir wirklich keiner etwas vormachen!

29. September 39
Ein Mann kam, edel sein Aussehen, um einen Knappen an sich zu nehmen. Der Junge, der früher immer das Bett über meinem hatte, wurde von ihm ausgewählt. Ich hoffe, es nimmt mich auch bald jemand zu sich.

3. Oktober 39
Wir lernen auch Lesen und Schreiben. Dies sind ebenfalls Dinge, die ich schon vorher erlernt hatte, aber es macht mir trotzdem Spaß, es endlich wieder tun zu können. Ich hatte mir zuvor schon die Bücherei von Atrahor angeschaut, aber in diesen Hallen lauern echte Schätze. Ich glaube, dass ich die Nonnen mit meinem Wissen oftmals in den Wahnsinn treibe, denn sie können mir nicht mehr viel beibringen, was ich nicht schon gelernt habe.

15. Oktober 39
Ich sehne mich nach den Texten der Caerdicci, welche ich früher übersetzt habe. Hier ist es ziemlich langweilig, jeder Tag vergeht genau so wie der zuvor. Ich hoffe, dass bald jemand kommt, der mich hier raus holt. Lange habe ich keine Lust mehr, mich auf diesem Wege nach Arbeit umzusehen. Mir strebt nach etwas... bedeutenderem!!

20. Oktober 39
Ich bin nun wahrlich ein Knappe. Meine Suche nach einer Arbeit hat sich also gelohnt!
Als meine Herrin schliesslich die Halle betrat und eine alte Nonne uns zu ihr brachte, auf dass sie sich einen aussuchen sollte, wählte sie mich. Ich kann es immer noch nicht glauben!!

23. Oktober 39
Ich habe darum gebeten, meine Familie aufsuchen zu dürfen, um ihnen von meinem neuen Leben als Knappe zu erzählen. Auf dem Dorfplatz traf ich Noreen, die gerade auf der Suche nach etwas essbarem war. Sie ist eine Vampiress, gewusst habe ich das schon lange. Ich persönlich würde davor zurückschrecken, einen Menschen zu beissen und sein Blut zu trinken, aber anscheinend macht es ihr sogar Spaß.
Sie hat sich für mich gefreut, als ich ihr davon erzählte, dass ich nun eine Arbeit gefunden habe. Zusammen wollen wir Mutter und Vater besuchen und ihnen davon erzählen.

29. Oktober 39
Mein Bruder hat mich kontaktiert. Bisher habe ich nur Noreen, meine Schwester, und meine Eltern, Crysto Melanco und Guerais, kennen gelernt. Guerais' Sohn, ihr einziger leiblicher Sohn, heisst Ceceil. Er schreibt, wenn ich Fragen habe oder ihn treffen möchte, dann soll ich nur Bescheid sagen. Was für ein Wunder eine richtige Familie doch ist.

31. Oktober 39
Ich habe Karra schon lange nicht mehr gesehen. Mein Herz schreit nach ihr, ich bekomme keine Ruhe mehr. Vielleicht sollte ich mich an die Kugel halten, welche sie mir gab. Die Zauberkugel, welche ihr Herz symbolisiert, wie sie mir sagte. Vielleicht sollte ich es wagen, einen Blick hinein zu werfen...

 

1.10.07 13:41
 


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